Nervenstark

Nerven hat er, der Herr Glaser, das muss man ihm lassen. Da dachte man schon, er sitzt die ganze Sache einfach schweigend aus und hofft, dass Gras darüber wächst. Aber nein, er setzt stattdessen noch einen drauf, indem er einen Text mit dem launigen Titel E-Mail und die Detektive (Peter Glaser) aus seiner Mottenkiste recycelt.

Darin berichtet er von einem David Hirschmann, der eine E-Mail schrieb, die zwar privat gedacht war, es aber nicht blieb, was für besagten Hirschmann üble Folgen hatte.

Woraus Herr Glaser schon vor neun Jahren folgende Lehre zog: “Was man in einer E-Mail sagt, sollte man auch in der Öffentlichkeit laut vorlesen können.”

Tja, und hätte sich Herr Dettweiler (das sagt nicht Herr Glaser, das sage ich) an diesen wirklich simplen Merksatz gehalten, dann wäre das alles gar nicht erst passiert.

Dumm nur, dass Herr Dettweiler den Herrn Glaser bis vor ein paar Tagen nicht kannte und den Merksatz ergo auch nicht. Was ihm von zahlreichen Kommentatoren der Geschichte – wie man im Nachhinein sieht – völlig zu Recht angekreidet wurde.

Aber hallo, auf so einen Dreh muss man erst mal kommen! Ich Einfaltspinsel hätte mich einfach mit hochrotem Kopf für den peinlichen Missgriff entschuldigt – wenn er mir denn passiert wäre.

PS: Google spuckt mir für “E-Mail und die Detektive” (Peter Glaser) 1.440 Treffer aus. Wirklich übel, diese Klauerei!

 

Mehr dazu:

Kilroy Blog: Glaser reagiert

IT-Recht Blog: Zulässigkeit der ungefragten Veröffentlichung von E-Mails im Internet


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